Börsentag an der Frankfurter Börse: DAX ringt um die 25.000er-Marke
Der DAX schloss am Dienstag mit einem leichten Minus von -0,11% bei 24.987,85 Punkten.
Über weite Strecken pendelte der Index um die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke, konnte sich jedoch
nicht dauerhaft darüber festsetzen. Nachdem der DAX zu Wochenbeginn diese Hürde kurz überwunden hatte, fehlte am Dienstag
die internationale Unterstützung, um die Aufwärtsdynamik zu verstärken.
Marktlage und Themen des Tages
Zentrales Thema war die Zurückhaltung der Anleger vor dem für Mittwoch erwarteten US-Arbeitsmarktbericht (Januar).
Der Bericht gilt als wichtiger Baustein für die Einschätzung der künftigen Fed-Geldpolitik – insbesondere mit Blick auf
Tempo und Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen. Entsprechend blieb der Markt impulsarm und viele Marktteilnehmer warteten ab.
- MDAX: -0,01% auf 31.962,21
- EuroStoxx: -0,20% auf 6.047,06
- Nikkei 225: neues Rekordhoch (Rückenwind u. a. durch politischen Rückenwind in Japan)
- USA: gemischtes Bild – Dow Jones +0,5%, Nasdaq 100 nahezu unverändert
Im Fokus: Aktien und Sektoren
Das Geschehen bei Einzelwerten war stark von Analystenkommentaren geprägt.
Gewinner
- Aixtron: +8% nach Kaufempfehlung von Jefferies; Einstufung als unterschätzter KI-Wert
-
Chemiewerte: Rückenwind durch optimistische Analysen von Goldman Sachs
- Evonik und Symrise: bis zu +4,5%
- BASF und Lanxess: ebenfalls fest
- Commerzbank: +1,9% nach vorläufigen Zahlen über Erwartungen
- Salzgitter: +2% – anfängliche Enttäuschung über den Ausblick ließ nach
Verlierer
- 1&1: -4% und Ionos: -8% nach gestrichenen Kaufempfehlungen der UBS
- Belastung wirkte auch auf den Mutterkonzern United Internet
Volatilität & Marktrisiken
Die implizierte Volatilität VDAX-New lag am 6. Februar bei 18,90% (Vortag: 18,87%) und damit leicht erhöht,
aber weiterhin im üblichen Korridor von 17 bis 27. Der Fear & Greed Index stand mit 49 Punkten auf
Neutral.
- < 17: meist nur schwache Abwärtsbewegungen
- > 27: erhöhtes Angst-/Panikniveau
Technische Perspektive (Chartblick)
Laut UBS-Chartexperten sei eine nachhaltige Rückkehr über 25.000 Punkte erst dann valide, wenn der DAX auch die
offene Kurslücke vom 19. Januar schließt. Das würde ein Niveau von etwa 25.300 Punkten bedeuten.
Das Rekordhoch liegt bei 25.507 Punkten (Januar) und bleibt ein potenzielles Ziel bei erneuter Stärke.
Ausblick auf Mittwoch
Der US-Arbeitsmarktbericht (Januar) am Mittwoch gilt als entscheidender Wochenimpuls und dürfte die Richtung für
Zins- und Markterwartungen maßgeblich beeinflussen. Entsprechend ist mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
Daneben könnten weitere Analystenkommentare sowie einzelne Unternehmenszahlen Akzente setzen.
Fazit: Die 25.000er-Marke bleibt das zentrale psychologische Level. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte Raum
für neue Kursziele eröffnen – entscheidend ist jedoch die Bestätigung durch die nächsten Impulse, insbesondere aus den USA.
